Die St.V. Alemannia zu Konstanz

Im Jahre 1913 trafen sich zehn Studenten des Technikum Konstanz auf der Burg Hohenklingen bei Stein am Rhein um einen Bund zu schließen, welcher das folgende Jahrhundert bestehen sollte. Zwar änderte sich der Gründungsname von Studentenvereinigung Architektura zu Studenten-verbindung Alemannia zu Konstanz, doch der Gründungsgedanke eines Lebensbundes und die Prinzipien der Freundschaft, der Offenheit, der Toleranz, dem gegenseitigem Respekt, der Loyalität und der Ehrlichkeit blieben bis in das 21. Jahrhundert bestehen. Auch unser damals gewählter Wahlspruch In Veritate Libertas (In Wahrheit Freiheit) hat gerade in der heutigen Zeit denselben Geltungsanspruch wie damals.
(Zumindest laut den alternativen Fakten, die uns heutzutage vorliegen…)

Um die Erhaltung solcher Werte über die Jahrzehnte (bei den meisten Verbindungen sogar Jahrhunderte) zu gewährleisten, unterstehen die meisten Studentenverbindungen in Deutschland dem basisdemokratischen Conventsprinzip und dem Lebensbundprinzip. Das Lebensbundprinzip verdeutlicht sich insbesondere in der Gliederung einer Studentenverbindung, welche aus der Aktivitas und dem Alt-Herren-Verband besteht. Denn durch den Austausch der jungen Studenten, welche zwar weniger über Erfahrungen, dafür aber über eine aufgeweckte & wissbegierige Natur verfügen, und den erfahrenen & gesetzten Alten Herren, sind die idealen Voraussetzungen für eine wertbasierte und dennoch zukunftsgewandte Gemeinschaft gegeben. Die basis-demokratischen Prinzipien sorgen dann für eine vernünftige Entscheidungsplattform, bei welcher sich jedes Mitglied einbringen kann, sodass unsere Werte & Prinzipien weiter überdauern können.

Die St.V. Alemannia zu Konstanz

Im Jahre 1913 trafen sich zehn Studenten des Technikum Konstanz auf der Burg Hohenklingen bei Stein am Rhein um einen Bund zu schließen, welcher das folgende Jahrhundert bestehen sollte. Zwar änderte sich der Gründungsname von Studentenvereinigung Architektura zu Studenten-verbindung Alemannia zu Konstanz, doch der Gründungsgedanke eines Lebensbundes und die Prinzipien der Freundschaft, der Offenheit, der Toleranz, dem gegenseitigem Respekt, der Loyalität und der Ehrlichkeit blieben bis in das 21. Jahrhundert bestehen. Auch unser damals gewählter Wahlspruch In Veritate Libertas (In Wahrheit Freiheit) hat gerade in der heutigen Zeit denselben Geltungsanspruch wie damals.
(Zumindest laut den alternativen Fakten, die uns heutzutage vorliegen…)

Um die Erhaltung solcher Werte über die Jahrzehnte (bei den meisten Verbindungen sogar Jahrhunderte) zu gewährleisten, unterstehen die meisten Studentenverbindungen in Deutschland dem basisdemokratischen Conventsprinzip und dem Lebensbundprinzip. Das Lebensbundprinzip verdeutlicht sich insbesondere in der Gliederung einer Studentenverbindung, welche aus der Aktivitas und dem Alt-Herren-Verband besteht. Denn durch den Austausch der jungen Studenten, welche zwar weniger über Erfahrungen, dafür aber über eine aufgeweckte & wissbegierige Natur verfügen, und den erfahrenen & gesetzten Alten Herren, sind die idealen Voraussetzungen für eine wertbasierte und dennoch zukunftsgewandte Gemeinschaft gegeben. Die basis-demokratischen Prinzipien sorgen dann für eine vernünftige Entscheidungsplattform, bei welcher sich jedes Mitglied einbringen kann, sodass unsere Werte & Prinzipien weiter überdauern können.

Die Aktivitas

Die Aktivitas der St. V. Alemannia zu Konstanz setzt sich aus immatrikulierten Studenten jeglicher Fachbereiche der HTWG Konstanz und der Universität Konstanz zusammen. Dabei spielt weder das Geschlecht, der Glauben, die politische Ausrichtung (außer in Extremfällen) oder die Nationalität eine Rolle. Bedeutend für die Mitgliedschaft in der St. V. Alemannia zu Konstanz sind allein die Identifikation mit unseren Prinzipien und das gelebte Engagement für unsere Gemeinschaft.

Gelebt wird die Verbindung meist in den eigens organisierten Veranstaltungen, die oftmals nicht nur dem gemeinschaftlichen Zwecke dienen, sondern auch von Vorträge über das Arbeitsleben oder verschiedensten Themen, die sich in den diversen Studiengängen finden lassen, begleitet werden. Außerdem findet jedes Semester ein Aktivenausflug statt, bei welchem Reisen in andere Städte unternommen werden oder man ein Hüttenwochenende gemeinsam verbringt. Dabei finanziert der Alt-Herren-Verband die Aktivitas, sodass das Studentenbudget, welches in Konstanz sowieso etwas schneller zur Neige geht, nicht ausgereizt wird – doch dazu später mehr.

Nachdem ein Student mehrere Veranstaltungen der St. V. Alemannia zu Konstanz besucht und sich mit den Prinzipien einer Studentenverbindung vertraut gemacht hat, ist es möglich einen Antrag auf Mitgliedschaft zu stellen. Wird dieser auch von den Mitgliedern der Verbindung angenommen, so beginnt die sogenannte Fuxenzeit.
Die Fuxenzeit ist gleichbedeutend mit einem Probejahr, bei welcher sich der Fux, also das neue Mitglied, ein Bild über die Studentenverbindung und dessen gelebte Traditionen machen kann. Während dieser Zeit steht es dem Fuxen sowie der Verbindung jederzeit offen die Probezeit auch frühzeitiger zu beenden, falls man zu dem Entschluss kommen sollte, dass eine gemeinsame Zukunft nicht ersichtlich ist. Nach etwa zwei Semestern, in welchen der Neuling meist genügend Erfahrungen und Eindrücke des Verbindungslebens sammeln konnte, besteht dann die Möglichkeit zur Aufnahme als vollwertiges Mitglied in die Studentenverbindung. Mit der damit einhergehenden Burschung folgt auch der Schwur auf den Lebensbund, welcher den Willen zur lebenslangen Teilnahme an der Gemeinschaft der St. V. Alemannia zu Konstanz und dessen Prinzipien bezeugt.
Die vollwertigen Mitglieder werden Burschen genannt und haben aufgrund ihres Erfahrungsstands nun das Recht an Entscheidungsgremien mitzuwirken, womit sie das aktive Verbindungsleben mitgestalten können. Dabei hat man als Bursche auch die Möglichkeit eines der verschiedenen Vorstandsämter zu bekleiden und kann damit bereits erste Erfahrungen mit verantwortungsvollen Aufgaben sowie der Koordination & Leitung einer größeren Gruppe sammeln. Auch das Organisieren und die Gestaltung von Veranstaltungen, bei welchen zum Teil über hundert Gäste anwesend sind, gehören zu den Aufgabenbereichen der Burschen.

Mit der Absolvierung des Studiums sowie dem Beginn des Arbeitslebens endet die Zeit in der Aktivitas und die Aufnahme in den Alt-Herren-Verband steht bevor.

Die Aktivitas

Die Aktivitas der St. V. Alemannia zu Konstanz setzt sich aus immatrikulierten Studenten jeglicher Fachbereiche der HTWG Konstanz und der Universität Konstanz zusammen. Dabei spielt weder das Geschlecht, der Glauben, die politische Ausrichtung (außer in Extremfällen) oder die Nationalität eine Rolle. Bedeutend für die Mitgliedschaft in der St. V. Alemannia zu Konstanz sind allein die Identifikation mit unseren Prinzipien und das gelebte Engagement für unsere Gemeinschaft.
Gelebt wird die Verbindung meist in den eigens organisierten Veranstaltungen, die oftmals nicht nur dem gemeinschaftlichen Zwecke dienen, sondern auch von Vorträge über das Arbeitsleben oder verschiedensten Themen, die sich in den diversen Studiengängen finden lassen, begleitet werden. Außerdem findet jedes Semester ein Aktivenausflug statt, bei welchem Reisen in andere Städte unternommen werden oder man ein Hüttenwochenende gemeinsam verbringt. Dabei finanziert der Alt-Herren-Verband die Aktivitas, sodass das Studentenbudget, welches in Konstanz sowieso etwas schneller zur Neige geht, nicht ausgereizt wird – doch dazu später mehr.
 
Nachdem ein Student mehrere Veranstaltungen der St. V. Alemannia zu Konstanz besucht und sich mit den Prinzipien einer Studentenverbindung vertraut gemacht hat, ist es möglich einen Antrag auf Mitgliedschaft zu stellen. Wird dieser auch von den Mitgliedern der Verbindung angenommen, so beginnt die sogenannte Fuxenzeit.
Die Fuxenzeit ist gleichbedeutend mit einem Probejahr, bei welcher sich der Fux, also das neue Mitglied, ein Bild über die Studentenverbindung und dessen gelebte Traditionen machen kann. Während dieser Zeit steht es dem Fuxen sowie der Verbindung jederzeit offen die Probezeit auch frühzeitiger zu beenden, falls man zu dem Entschluss kommen sollte, dass eine gemeinsame Zukunft nicht ersichtlich ist. Nach etwa zwei Semestern, in welchen der Neuling meist genügend Erfahrungen und Eindrücke des Verbindungslebens sammeln konnte, besteht dann die Möglichkeit zur Aufnahme als vollwertiges Mitglied in die Studentenverbindung. Mit der damit einhergehenden Burschung folgt auch der Schwur auf den Lebensbund, welcher den Willen zur lebenslangen Teilnahme an der Gemeinschaft der St. V. Alemannia zu Konstanz und dessen Prinzipien bezeugt.
 
Die vollwertigen Mitglieder werden Burschen genannt und haben aufgrund ihres Erfahrungsstands nun das Recht an Entscheidungsgremien mitzuwirken, womit sie das aktive Verbindungsleben mitgestalten können. Dabei hat man als Bursche auch die Möglichkeit eines der verschiedenen Vorstandsämter zu bekleiden und kann damit bereits erste Erfahrungen mit verantwortungsvollen Aufgaben sowie der Koordination & Leitung einer größeren Gruppe sammeln. Auch das Organisieren und die Gestaltung von Veranstaltungen, bei welchen zum Teil über hundert Gäste anwesend sind, gehören zu den Aufgabenbereichen der Burschen.

Mit der Absolvierung des Studiums sowie dem Beginn des Arbeitslebens endet die Zeit in der Aktivitas und die Aufnahme in den Alt-Herren-Verband steht bevor.

Der Alt-Herren-Verband

Neigt sich die Studienzeit dem Ende zu, so beginnt der Übergang in den Alt-Herren-Verband. Dieser gibt den ehemaligen Studenten zum einen die organisatorischen Rahmenbedingungen die Freundschaften aus der damaligen Studienzeit auch weiterhin zu pflegen, ohne dass diese unter den neuen Bedingungen des Arbeitslebens leiden müssen. Zum anderen unterstützt der Alt-Herren-Verband die momentanen Studenten der St. V. Alemannia zu Konstanz in ihren Veranstaltungen sowie in diversen anderen Belangen, wie dem Studium oder dem Studienalltag. Dabei spielt nicht nur das Netzwerk der Alten Herren oder der Austausch von Erfahrungen, sondern auch die finanzielle Unterstützung, welche vom Alt-Herren-Verband der Aktivitas zu Gute kommt, eine wichtige Rolle. Denn durch diesen umgekehrten Generationenvertrag ist es den aktiven Mitgliedern der St. V. Alemannia möglich Ausflüge zu unternehmen oder sich auch in kulturellen sowie gesellschaftlichen Bereichen weiterzubilden. Zu diesem Zwecke steuern die Mitglieder des Alt-Herren-Verbandes einen gewissen Betrag, welcher für die meisten zu bewerkstelligen ist, zu.

Alles in einem dient der Alt-Herren-Verband dem Bestehen der Gemeinschaft und der Freundschaften über das Studium hinaus. Durch die starke Verbundenheit und dem Vertrauen innerhalb der St. V. Alemannia zu Konstanz wird diese Gemeinschaft zu einer zweiten Familie, welche man unter keinen Umständen missen möchte.

Der Alt-Herren-Verband

Neigt sich die Studienzeit dem Ende zu, so beginnt der Übergang in den Alt-Herren-Verband. Dieser gibt den ehemaligen Studenten zum einen die organisatorischen Rahmenbedingungen die Freundschaften aus der damaligen Studienzeit auch weiterhin zu pflegen, ohne dass diese unter den neuen Bedingungen des Arbeitslebens leiden müssen. Zum anderen unterstützt der Alt-Herren-Verband die momentanen Studenten der St. V. Alemannia zu Konstanz in ihren Veranstaltungen sowie in diversen anderen Belangen, wie dem Studium oder dem Studienalltag. Dabei spielt nicht nur das Netzwerk der Alten Herren oder der Austausch von Erfahrungen, sondern auch die finanzielle Unterstützung, welche vom Alt-Herren-Verband der Aktivitas zu Gute kommt, eine wichtige Rolle. Denn durch diesen umgekehrten Generationenvertrag ist es den aktiven Mitgliedern der St. V. Alemannia möglich Ausflüge zu unternehmen oder sich auch in kulturellen sowie gesellschaftlichen Bereichen weiterzubilden. Zu diesem Zwecke steuern die Mitglieder des Alt-Herren-Verbandes einen gewissen Betrag, welcher für die meisten zu bewerkstelligen ist, zu.

Alles in einem dient der Alt-Herren-Verband dem Bestehen der Gemeinschaft und der Freundschaften über das Studium hinaus. Durch die starke Verbundenheit und dem Vertrauen innerhalb der St. V. Alemannia zu Konstanz wird diese Gemeinschaft zu einer zweiten Familie, welche man unter keinen Umständen missen möchte.

Zur Geschichte der St. V. Alemannia

Ausschnitt auf dem Festbuch-Beitrag „100 Semester St. V. Alemannia“ von Otto Heinzmann & Hermann Schmid

„Eine Exkursion, die unter der Leitung des Dozenten, Herrn Dipl. Ing. Schmidt, nach Stein am Rhein führte und die zu Skizzierübungen in diesem alten romantischen Städtchen benützt wurde, fand in froher und beschwingter Stimmung auf dem Hohenklingen ihren Ausklang. Diese Zusammenkunft auf dem Hohenklingen, bei dem die jungen Architektur-Studenten sich mit ihrem Dozenten über ihre Wünsche und Pläne unterhielten, sollte dazu auserkoren sein, die Geburtsstunde einer Gemeinschaft vorzubereiten […]. Bei Herrn Dipl. Ing. Schmidt fand dieser Freundeskreis für sein Vorhaben außerordentliches Verständnis und tatkräftige Unterstützung, was ihn zu dem Entschluss ermutigte, die geschmiedeten Pläne zu verwirklichen.

Am 14. Juli 1913 trafen sich nachmittags 15.00 Uhr die zehn Architektur-Studenten […] in einem Hörsaal des Technikums zur Beratung der inzwischen ausgearbeiteten Satzungen. Diese Zusammenkunft endete mit der Annahme der Satzungen und der Gründung eines Bundes, dem der Name ‚Studentenvereinigung Architektura‘ gegeben wurde. […] In [ihm] sollte die bestehende Freundschaft vertieft und gepflegt werden, und sie sollte der persönlichen Weiterbildung dienen. Es wurde beschlossen, gemäß dem studentischen Brauch Farben zu tragen als Symbol für die Zugehörigkeit zu einem Kreis treuer Freunde. Die Gründer wählten die Farben ‚grün-weiß-grün‘ und gaben den Wahlspruch: ‚In veritate libertas‘ ihrer jungen Vereinigung mit auf den Weg.“

Dabei stellen die Farben die Aussicht dar, welche die jungen Architekturstudenten von der Burg Hohenklingen betrachten konnten – Grüne Auen, die den weiß schimmernden Rhein von beiden Seiten umranden.

Die folgenden Ausschnitte basieren auf den Ausführungen von BB Classico aus der Festschrift zum 100. Stiftungsfest.

Nach diesem vielversprechenden Beginn und der geleisteten Aufbauarbeit schien die größte Hürde genommen und das Verbindungsleben des jungen Bundes begann sich erfolgreich zu etablieren. Doch schon im dritten Verbindungssemester sollten erstmals politische Ereignisse Einfluss auf der Verbindungsleben nehmen. Mit dem Beginn des ersten Weltkrieges wurden alle jungen Männer, auch die Architekturstudenten des Technikums und unserer St. V. Alemannia, zum Kriegsdienst eingezogen. In den kommenden Monaten und Jahren dieses Weltkriegs schrumpfte die junge Vereinigung Alemannia letztendlich auf zwei aktive Bundesbrüder zusammen.

Aufgrund der allgemein reduzierten Studentenzahl am Technikum, musste die satzungsgemäße Beschränkung, nur Architekturstudenten in den Bund aufzunehmen, in Frage gestellt werden. Somit erfolgte am 08. März 1917 der gemeinschaftliche Beschluss, zukünftig auch Studenten aus anderen Fakultäten in unseren Bund aufzunehmen. Dank dieser wohlüberlegten Entscheidung war es unserer Corporation als einziger Verbindung am Technikum möglich gewesen, eine Aktivitas über die gesamte Dauer des ersten Weltkrieges aufrechtzuerhalten.

 

Knapp vier Wochen nach dem ersehnten Waffenstillstand, am 07.12.1918, folgte auch der verstandesgemäße Beschluss den Verbindungsnamen „Architektura“ zu ändern. Die neue Namensgebung für unsere Studentenverbindung folgte der Tradition, dass viele deutsche Studentenverbindungen nach den germanischen Stämmen benannt sind und da sich die Musenstadt Konstanz mitten im Stammland der Alemannen befindet, lag der Name „Studentenverbindung Alemannia“ nahe.

Damit wurde auch der ursprüngliche Grundgedanke eine Verbindung zur Förderung des Berufes und der Pflege einer gediegenen Freundschaft, ohne sich die üblichen Regularien der Studentenverbindungen, wie dem Biercomment, dem Tragen des Wichs und der Durchführung von Mensuren aufzuerlegen, nach und nach aufgegeben. Im Jahre 1925 entschied man sich dann sogar dazu sich in „Corps Alemannia“ umzubenennen, was eine weitere Änderung der Grundhaltung der Alemannia nach sich zog – Denn nun wurde offiziell auch gefochten.

Bereits im Jahre 1922 wurde die erste scharfe Säbelmensur der schlagenden St. V. Alemannia ausgetragen. Doch die Einstellung gegenüber dem sogenannten Paukbetrieb war so sehr umstritten, dass im Jahre 1927 das Schlagen auf Druck des Alt-Herren-Verbandes wieder aufgegeben wurde.

Im weiteren Verlauf brach für Deutschland und ganz Europa eine unheilvolle Ära an. Denn Adolf Hitler hatte mittlerweile die Macht ergriffen und der junge Spross der Demokratie wurde im Keim erstickt. Als weitere Folge der neuen politischen Staatsführung, kam 1935 das generelle Verbot der Studentenverbindungen und somit auch das erstmalige Ende der St. V. Alemannia. Aus einem letzten Zusammenkommen ist folgendes überliefert:

„Zum letzten Male war die vollzählige Aktivitas mit Mütze und Band geschmückt und das Banner entrollt. […] Nach einer langen Aussprache haben wir uns dem Aufruf gebeugt. Die Farben wurden abgelegt und das Banner eingeholt. […] Die Aktivitas wurde geschlossen in den Alt-Herren-Verband übernommen.“

Trotz Verbot, wurde versucht im Verborgenen weiterhin eine Aktivitas am Leben zu erhalten, doch mussten diese Bemühungen aus Sicherheitsgründen sehr bald bereits aufgegeben werden. Mit dem aufkommenden zweiten Weltkrieg im Jahre 1939 schienen die Auflösung und das Ende der St. V. Alemannia besiegelt zu sein.

Doch getrieben vom festen Glauben an unsere Gemeinschaft, ermittelte der einstige Vorstand des Alt-Herren-Verbandes nach dem Krieg die Adressen von 26 verbliebenen Bundesbrüdern und lud diese zu einem ersten Wiedersehen und gemeinsamen Treffen am 13.05.1950 nach Konstanz und auf die Reichenau ein. Bereits im April 1952 fand das erste offizielle Alt-Herren-Treffen in Konstanz statt und noch im Juli desselben Jahres wurde der Alt-Herren-Verband wieder zum Leben erweckt. Dem Erfolg und der Anstrengungen nicht genug, wurde umgehend mit der Neugründung einer Aktivitas begonnen. Es sollten allerdings noch fast genau zwei Jahre ins Land gehen, bis am 12.10.1954 die Neugründung der Aktivitas mit der feierlichen Aufnahme von fünf Fuxen urkundlich bestätigt werden konnte.

Im Jahre 1961 wurde die Alemannia wieder in das Vereinsregister eingetragen und trat zudem dem Dachverband BDIC (Bund Deutscher Ingenieurs Corporationen) bei, auswelchem man allerdings 1974 wieder austrat.

Das Studentenwohnheim AMH in Konstanz hatte sich inzwischen gut etabliert und auch ein großer Teil der Aktivitas der Alemannia konnte sich dort zuhause wähnen. Die Suche nach neuen Mitgliedern war durch diese Wohnraumsituation erleichtert und der Fortbestand der Verbindung schien vorerst in sicheren Händen.

Doch in den folgenden Jahrzehnten konnte das Bestehen der Verbindung nicht bis zum heutigen Tage gewährleistet werden. So musste zum 03. Juni 2000 die Verbindung, aufgrund fehlender Neulinge, für inaktiv erklärt werden.

Allerdings hielt sich dennoch der Glauben an die St. V. Alemannia, weshalb bereits im Jahre 2004 die ersten Treffen zu einer möglichen Reaktivierung stattfanden. Es sollte jedoch noch einige Zeit vergehen, bis tatsächlich am 13.01.2007 die erste Arbeitssitzung mit zehn Bundesbrüdern stattfinden konnte. Vielleicht mochte es Zufall sein, doch es sei darauf hingewiesen, dass es wiederum zehn Brüder waren, die sich zusammengefunden hatten um sich der Zukunft der St. V. Alemannia anzunehmen. Um dem modernen Zeitgeist Rechnung zu tragen und um der Reaktivierung die größtmöglichen Erfolgschancen zu ermöglichen wurde eine Erneuerung des Regelwerks, dem Komment, beschlossen. Zukünftig sollte es auch weiblichen Kommilitonen und den Studenten der Universität Konstanz möglich sein, unserem Bunde beizutreten.

Nach der Durchführung unterschiedlicher Veranstaltungen und Vorträgen während der folgenden Semester, konnte das Interesse einiger Studenten geweckt werden. Für das Sommersemester 2010 wurde erstmals wieder ein Semesterprogramm erstellt. Die notwendigen Fuxenstunden und die Leitung der Veranstaltungen wurden von Alten Herren übernommen, welche dann zum Sommersemester 2011 wieder von der auflebenden Aktivitas abgelöst wurden. Zudem konnte im gleichen Jahr durch den Kauf zweier Häuser auf dem Dach des Edeka-Zentrums dann sogar Wohnraum für eine potentielle Aktivitas geboten werden, welche zum 100. Stiftungsfest, dem Geburtstag einer Verbindung, im Jahre 2013 mit 12 Mitglieder vertreten war.

Die Geschichte der 200 Semester zeigt viele Höhen und Tiefen unserer Gemeinschaft auf. Sie zeugt von Kriegen und vom Wiederaufbau, von Zeiten als stärkste Corporation am Studienort, aber auch von Zeiten ohne aktive Mitglieder. Inaktive Phasen gefolgt von einer erfolgreichen Reaktivierung dokumentieren mehrfach den unerschütterlichen Glauben unserer Mitglieder an diese, unsere St. V. Alemannia zu Konstanz!

Zur Geschichte der St. V. Alemannia

Ausschnitt auf dem Festbuch-Beitrag „100 Semester St. V. Alemannia“ von Otto Heinzmann & Hermann Schmid:

„Eine Exkursion, die unter der Leitung des Dozenten, Herrn Dipl. Ing. Schmidt, nach Stein am Rhein führte und die zu Skizzierübungen in diesem alten romantischen Städtchen benützt wurde, fand in froher und beschwingter Stimmung auf dem Hohenklingen ihren Ausklang. Diese Zusammenkunft auf dem Hohenklingen, bei dem die jungen Architektur-Studenten sich mit ihrem Dozenten über ihre Wünsche und Pläne unterhielten, sollte dazu auserkoren sein, die Geburtsstunde einer Gemeinschaft vorzubereiten […]. Bei Herrn Dipl. Ing. Schmidt fand dieser Freundeskreis für sein Vorhaben außerordentliches Verständnis und tatkräftige Unterstützung, was ihn zu dem Entschluss ermutigte, die geschmiedeten Pläne zu verwirklichen.

Am 14. Juli 1913 trafen sich nachmittags 15.00 Uhr die zehn Architektur-Studenten […] in einem Hörsaal des Technikums zur Beratung der inzwischen ausgearbeiteten Satzungen. Diese Zusammenkunft endete mit der Annahme der Satzungen und der Gründung eines Bundes, dem der Name ‚Studentenvereinigung Architektura‘ gegeben wurde. […] In [ihm] sollte die bestehende Freundschaft vertieft und gepflegt werden, und sie sollte der persönlichen Weiterbildung dienen. Es wurde beschlossen, gemäß dem studentischen Brauch Farben zu tragen als Symbol für die Zugehörigkeit zu einem Kreis treuer Freunde. Die Gründer wählten die Farben ‚grün-weiß-grün‘ und gaben den Wahlspruch: ‚In veritate libertas‘ ihrer jungen Vereinigung mit auf den Weg.“

Dabei stellen die Farben die Aussicht dar, welche die jungen Architekturstudenten von der Burg Hohenklingen betrachten konnten – Grüne Auen, die den weiß schimmernden Rhein von beiden Seiten umranden.

Die folgenden Ausschnitte basieren auf den Ausführungen von BB Classico aus der Festschrift zum 100. Stiftungsfest.

Nach diesem vielversprechenden Beginn und der geleisteten Aufbauarbeit schien die größte Hürde genommen und das Verbindungsleben des jungen Bundes begann sich erfolgreich zu etablieren. Doch schon im dritten Verbindungssemester sollten erstmals politische Ereignisse Einfluss auf der Verbindungsleben nehmen. Mit dem Beginn des ersten Weltkrieges wurden alle jungen Männer, auch die Architekturstudenten des Technikums und unserer St. V. Alemannia, zum Kriegsdienst eingezogen. In den kommenden Monaten und Jahren dieses Weltkriegs schrumpfte die junge Vereinigung Alemannia letztendlich auf zwei aktive Bundesbrüder zusammen.

Aufgrund der allgemein reduzierten Studentenzahl am Technikum, musste die satzungsgemäße Beschränkung, nur Architekturstudenten in den Bund aufzunehmen, in Frage gestellt werden. Somit erfolgte am 08. März 1917 der gemeinschaftliche Beschluss, zukünftig auch Studenten aus anderen Fakultäten in unseren Bund aufzunehmen. Dank dieser wohlüberlegten Entscheidung war es unserer Corporation als einziger Verbindung am Technikum möglich gewesen, eine Aktivitas über die gesamte Dauer des ersten Weltkrieges aufrechtzuerhalten.

Knapp vier Wochen nach dem ersehnten Waffenstillstand, am 07.12.1918, folgte auch der verstandesgemäße Beschluss den Verbindungsnamen „Architektura“ zu ändern. Die neue Namensgebung für unsere Studentenverbindung folgte der Tradition, dass viele deutsche Studentenverbindungen nach den germanischen Stämmen benannt sind und da sich die Musenstadt Konstanz mitten im Stammland der Alemannen befindet, lag der Name „Studentenverbindung Alemannia“ nahe.

Damit wurde auch der ursprüngliche Grundgedanke eine Verbindung zur Förderung des Berufes und der Pflege einer gediegenen Freundschaft, ohne sich die üblichen Regularien der Studentenverbindungen, wie dem Biercomment, dem Tragen des Wichs und der Durchführung von Mensuren aufzuerlegen, nach und nach aufgegeben. Im Jahre 1925 entschied man sich dann sogar dazu sich in „Corps Alemannia“ umzubenennen, was eine weitere Änderung der Grundhaltung der Alemannia nach sich zog – Denn nun wurde offiziell auch gefochten.

Bereits im Jahre 1922 wurde die erste scharfe Säbelmensur der schlagenden St. V. Alemannia ausgetragen. Doch die Einstellung gegenüber dem sogenannten Paukbetrieb war so sehr umstritten, dass im Jahre 1927 das Schlagen auf Druck des Alt-Herren-Verbandes wieder aufgegeben wurde.

Im weiteren Verlauf brach für Deutschland und ganz Europa eine unheilvolle Ära an. Denn Adolf Hitler hatte mittlerweile die Macht ergriffen und der junge Spross der Demokratie wurde im Keim erstickt. Als weitere Folge der neuen politischen Staatsführung, kam 1935 das generelle Verbot der Studentenverbindungen und somit auch das erstmalige Ende der St. V. Alemannia. Aus einem letzten Zusammenkommen ist folgendes überliefert:

„Zum letzten Male war die vollzählige Aktivitas mit Mütze und Band geschmückt und das Banner entrollt. […] Nach einer langen Aussprache haben wir uns dem Aufruf gebeugt. Die Farben wurden abgelegt und das Banner eingeholt. […] Die Aktivitas wurde geschlossen in den Alt-Herren-Verband übernommen.“

Trotz Verbot, wurde versucht im Verborgenen weiterhin eine Aktivitas am Leben zu erhalten, doch mussten diese Bemühungen aus Sicherheitsgründen sehr bald bereits aufgegeben werden. Mit dem aufkommenden zweiten Weltkrieg im Jahre 1939 schienen die Auflösung und das Ende der St. V. Alemannia besiegelt zu sein.

Doch getrieben vom festen Glauben an unsere Gemeinschaft, ermittelte der einstige Vorstand des Alt-Herren-Verbandes nach dem Krieg die Adressen von 26 verbliebenen Bundesbrüdern und lud diese zu einem ersten Wiedersehen und gemeinsamen Treffen am 13.05.1950 nach Konstanz und auf die Reichenau ein. Bereits im April 1952 fand das erste offizielle Alt-Herren-Treffen in Konstanz statt und noch im Juli desselben Jahres wurde der Alt-Herren-Verband wieder zum Leben erweckt. Dem Erfolg und der Anstrengungen nicht genug, wurde umgehend mit der Neugründung einer Aktivitas begonnen. Es sollten allerdings noch fast genau zwei Jahre ins Land gehen, bis am 12.10.1954 die Neugründung der Aktivitas mit der feierlichen Aufnahme von fünf Fuxen urkundlich bestätigt werden konnte.

Im Jahre 1961 wurde die Alemannia wieder in das Vereinsregister eingetragen und trat zudem dem Dachverband BDIC (Bund Deutscher Ingenieurs Corporationen) bei, auswelchem man allerdings 1974 wieder austrat.

Das Studentenwohnheim AMH in Konstanz hatte sich inzwischen gut etabliert und auch ein großer Teil der Aktivitas der Alemannia konnte sich dort zuhause wähnen. Die Suche nach neuen Mitgliedern war durch diese Wohnraumsituation erleichtert und der Fortbestand der Verbindung schien vorerst in sicheren Händen.

Doch in den folgenden Jahrzehnten konnte das Bestehen der Verbindung nicht bis zum heutigen Tage gewährleistet werden. So musste zum 03. Juni 2000 die Verbindung, aufgrund fehlender Neulinge, für inaktiv erklärt werden.

Allerdings hielt sich dennoch der Glauben an die St. V. Alemannia, weshalb bereits im Jahre 2004 die ersten Treffen zu einer möglichen Reaktivierung stattfanden. Es sollte jedoch noch einige Zeit vergehen, bis tatsächlich am 13.01.2007 die erste Arbeitssitzung mit zehn Bundesbrüdern stattfinden konnte. Vielleicht mochte es Zufall sein, doch es sei darauf hingewiesen, dass es wiederum zehn Brüder waren, die sich zusammengefunden hatten um sich der Zukunft der St. V. Alemannia anzunehmen. Um dem modernen Zeitgeist Rechnung zu tragen und um der Reaktivierung die größtmöglichen Erfolgschancen zu ermöglichen wurde eine Erneuerung des Regelwerks, dem Komment, beschlossen. Zukünftig sollte es auch weiblichen Kommilitonen und den Studenten der Universität Konstanz möglich sein, unserem Bunde beizutreten.

Nach der Durchführung unterschiedlicher Veranstaltungen und Vorträgen während der folgenden Semester, konnte das Interesse einiger Studenten geweckt werden. Für das Sommersemester 2010 wurde erstmals wieder ein Semesterprogramm erstellt. Die notwendigen Fuxenstunden und die Leitung der Veranstaltungen wurden von Alten Herren übernommen, welche dann zum Sommersemester 2011 wieder von der auflebenden Aktivitas abgelöst wurden. Zudem konnte im gleichen Jahr durch den Kauf zweier Häuser auf dem Dach des Edeka-Zentrums dann sogar Wohnraum für eine potentielle Aktivitas geboten werden, welche zum 100. Stiftungsfest, dem Geburtstag einer Verbindung, im Jahre 2013 mit 12 Mitglieder vertreten war.

Die Geschichte der 200 Semester zeigt viele Höhen und Tiefen unserer Gemeinschaft auf. Sie zeugt von Kriegen und vom Wiederaufbau, von Zeiten als stärkste Corporation am Studienort, aber auch von Zeiten ohne aktive Mitglieder. Inaktive Phasen gefolgt von einer erfolgreichen Reaktivierung dokumentieren mehrfach den unerschütterlichen Glauben unserer Mitglieder an diese, unsere St. V. Alemannia zu Konstanz!

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